Widerruf Immobiliendarlehen - Der "Widerrufsjoker" für Darlehensnehmer - Thomas Teske - Controlling & Finanzberatung
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Widerruf Immobiliendarlehen – Der „Widerrufsjoker“ für Darlehensnehmer

Der „Widerrufsjoker“: fehlerhafte Widerrufsbelehrungen bei Immobiliendarlehen

 

Der Bundesgerichtshof sowie diverse Instanzgerichte haben in einer Reihe jüngerer Urteile entschieden, dass bestimmte Formulierungen in Immobiliendarlehensverträgen fehlerhaft sind.
Für viele Darlehensnehmer eröffnet sich damit die Möglichkeit, auch noch viele Jahre nach Abschluss des Darlehensvertrages aus Darlehensverträgen mit vergleichsweise hohen Zinsen mit sofortiger Wirkung ohne Vorfälligkeitsentschädigung herauszukommen und zu den gegenwärtig extrem niedrigen Zinsen das Darlehen – in den allermeisten Fällen bei der gleichen Bank – langfristig neu festzuschreiben.

 

Wie kann der Darlehensnehmer profitieren?
Folgende finanzielle Vorteile könnten gegeben sein:

 

• Mögliche geringere Zinsbelastung
• Keine Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank
• Langfristig die aktuellen historisch niedrigen Kreditzinsen sichern
• Zinsersparnis regelmäßig von mehreren zehntausend Euro, in Einzelfällen sogar über 100.000 Euro
• Viel schnellere Entschuldung/Schuldenfreiheit der Immobilie (z. T. Schuldenfreiheit 10 – 20 Jahre früher als ohne Widerruf

 

Wer kann profitieren?

 

Von dieser historischen Chance, nämlich dem zeitgleichen Zusammentreffen von Gerichtsentscheidungen, die einen Widerruf ermöglichen und extrem niedrigen Zinsen können die folgenden Darlehensnehmer profitieren:
• Alle Darlehensnehmer, die ab November 2002 oder später einen Darlehensvertrag/Bausparvertrag/Forward-Darlehen neu abgeschlossen haben
• Dabei ist es egal, ob das Darlehen von einer Bank, einer Bausparkasse oder einer Versicherung gegeben wurde.
• Desweiteren ist es egal, ob der Darlehensnehmer die Immobilie selbst bewohnt oder als Kapitalanlage vermietet hat und ob es sich um eine Wohn- oder Gewerbeimmobilie handelt.

 

WICHTIG:

 

Die bloße Zinsanpassung (Prolongation) nach Auslaufen der Zinsfestschreibungsfrist reicht nicht und eröffnet keine Widerrufsmöglichkeit, da kein neuer Darlehensvertrag abgeschlossen wurde, sondern nur ein bestehender Darlehensvertrag hinsichtlich der Zinsen modifiziert wurde. Etwas anderes gilt bei Bauspardarlehen mit vorgeschalteter Ansparphase. Hier kann immer ein Lösungsrecht gegeben sein, sogar auch dann, wenn der Bausparvertrag vor November 2002 geschlossen wurde.

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