Allgemein Archives - Thomas Teske - Controlling & Finanzberatung
1
archive,category,category-allgemein,category-1,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,select-child-theme-ver-1.0.0,select-theme-ver-4.1,menu-animation-underline,wpb-js-composer js-comp-ver-5.2,vc_responsive

Tipps zur DSGVO für kleine Websites – Aus der Praxis eines Webentwicklers

Ein Gastbeitrag von Joerg Niemann – freiberuflicher Webentwickler

Als erfahrener Webentwickler der, häufig auch langfristig, Kunden bei ihren Webaktivitäten betreut, ist das Thema der am 25. Mai in Kraft tretenden EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) ein ganz besonderes. Noch nie habe ich so viele unterschiedliche Interpretationen bezüglich gesetzlicher Vorgaben für Internetseiten von Kunden und Kollegen erfahren. Es gibt unterschiedlichen Tipps zur Vorgehensweise im Netz und auch bei den Rechtsexperten gibt es differierende Auslegungen der Verordnung. Der beste Schutz vor einer Abmahnung ist es, sich jeweils für die sichersten, wenn auch nicht unbedingt notwendigen Maßnahmen, zu entscheiden. Ich möchte hier nicht näher auf die Details der DSGVO eingehen, die man an anderer Stelle nachlesen kann (z.B. bei e-recht24.de). Vielmehr werde ich die notwendigen Schritte beschreiben, mit denen man als Websitebetreiber das Notwendige getan hat, um der DSGVO zu entsprechen. Für Websites von Selbständigen, Freiberuflern, kleinen und mittleren Unternehmen, ist der Aufwand zwar größer als das bisher geforderte Impressum und der Cooke-Hinweis, aber es handelt sich auch nicht um unüberwindbare Hürden.

Impressum und Datenschutzerklärung

Ein Impressum und eine separate Datenschutzseite sind für jede Website Pflicht. Beide Seiten sollen schnell auffindbar sein.

Bei der Erstellung der Datenschutzerklärung helfen Online-Generatoren beispielsweise der von e-recht24.de. Die Bedienung des e-recht24.de Generators ist einfach und die Erklärungen verständlich. Das Ergebnis ähnelt inhaltlich sehr einer mir vorliegenden Datenschutzerklärung eines Rechtsanwalts. Wobei die von e-recht24 generiert Datenschutzerklärung viel kürzer und verständlicher ist. Für bestimmte Punkte wie ‚Google Web Fonts‘ und ‚Google Maps‘ ist es notwendig einen Premium Account zu haben. Der Punkt ‚Google ReCaptcha‘ wird vom e-recht24.de Generator leider nicht berücksichtigt. Wenn Sie diese Google Services auf ihrer Website verwenden, müssen Sie einen entsprechenden Absatz für den jeweiligen Dienst in ihre Datenschutzverordnung aufnehmen. Sie können dafür alternativ einen anderen Online Generator verwenden oder mich dafür ansprechen, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Kontaktformular

Damit man personenbezogene Daten erheben und speichern darf muss der Nutzer dazu explizit seine Einwilligung erteilen. Die sicherste Methode dafür ist es unterhalb des Kontaktformulars eine Checkbox zur Einholung der Zustimmung des Nutzers einzubauen und im Text einem Link zum Absatz bezüglich des Kontaktformulars in der Datenschutzerklärung zu setzen. Bei der Umsetzung dieses Punktes kann es, je nach dem verwendeten Plugin oder Theme, technisches Know How erfordern.

SSL Verschlüsselung

Die DSGVO schreibt SSL-Verschlüsselung zwar nicht explizit vor, fordert aber eine sichere Datenübertragung von personenbezogenen Daten. Da die meisten Websites mindestens ein Kontaktformulare verwenden und der Einsatz von SSL auch bei Google einen kleinen Pluspunkt beim SEO Rennen gibt, ist es ratsam die SSL-Verschlüsselung zu aktivieren und eine Umleitung des Protokolls von http auf https einzurichten. In fast allen Webhoster Tarifen ist heute mindestens ein freies SSL-Zertifikat enthalten. Aber auch bei den kostenpflichtigen Zertifikaten hält sich der Preis mit ein paar Euro pro Monat im Rahmen. Falls Sie damit Hilfe benötigen wenden Sie sich gerne an mich.

Cookiehinweis

Auf vielen Websites gibt es schon heute auf Grund des Telemediengesetzes den Hinweis auf die Verwendung von Cookies. Einige Rechtsexperten sind der Auffassung, dass es laut DSGVO nicht notwendig ist diesen Hinweis auf der Website zu haben. Die sicherste Methode ist es diesen Hinweis beizubehalten bzw. einzubauen wo notwendig.

Fazit

Bei Websites von Selbständigen, Freiberuflern, kleinen und mittleren Unternehmen hält sich der für die DSGVO Aufwand in Grenzen. Als Websitebetreiber kommt man aber um die DSGVO nicht herum und die Bußgelder für Verstöße können sehr hoch sein. Falls Sie sich also noch nicht damit beschäftigt haben, kümmern Sie sich!

Natürlich hat die DSGVO bei z.B. Webshops und Unternehmen noch viel weitreichendere Folgen als in diesem Beitrag behandelt.

Sollten Sie Hilfe bei der Umsetzung der DSGVO benötigen oder bei anderen Themen rund um ihre Website, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung zu meiner Homepage geht es hier:

Joerg Niemann – Webentwicklung & SEO

 

KfW und BAFA: Was sich ändert – was sollten Sie beachten!

Förderungen der KfW-Bank und Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind bei Bauherren äußerst beliebt. KfW und BAFA haben jetzt einige Bedingungen verändert, teils zum Nachteil für Verbraucher.

Wir zeigen auf, wie die Veränderungen bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden sollten.

Einige ungünstige Veränderungen für Verbraucher.

So wird ab dem 17. April 2018 der Zinssatz für ein KfW-Darlehen
im KfW-Programm “153 – Energieeffizient Bauen“ nur noch für maximal 10 Jahre festgeschrieben.

Die 20-jährigen Zinsbindungen, erst 2016 eingeführt, entfallen.

Zudem halbiert die KfW die “bereitstellungsprovisionsfreie“ Zeit von 12 auf 6 Monate. Ihre Kunden müssen also nach einem halben Jahr auf nicht abgerufene Beträge Zinsen zahlen. Es empfiehlt sich daher für Sie, den kompletten Kredit möglichst vor Ablauf dieser sechs Monaten in Anspruch zu nehmen, um die Bereitstellungszinsen von bis zu 250 Euro monatlich (0,25% von 100.000 Euro) zu vermeiden.

Darüber hinaus können Kreditnehmer, die zur Sanierung einer Immobilie Fördermittel aus den Programmen “151/152 – Energieeffizient Sanieren“ einbinden, gemäß der neuen Regelungen keine Sondertilgungen mehr leisten. Und die Rückzahlung des gesamten Kreditbetrages ist innerhalb der ersten Zinsbindungsfrist nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich.

“Konditionen für Bauherren werden schlechter.“

Die KfW selbst teilt auf Anfrage mit, dass diese Schritte mit hohen
“Refinanzierungs- und Wiederanlagekosten für den Bund“ zusammenhingen. Das Bundeswirtschaftsministerium stelle jedes Jahr begrenzte Mittel zur Verfügung. Durch die hohen Begleitkosten reduziere sich “das verfügbare Budget für Zinsverbilligung und Tilgungszuschüsse“. Lange Zinsbindungen über 20 Jahre erschwerten der KfW die Kalkulation zusätzlich und erhöhten die Kosten. Laut dem Verband Privater Bauherren (VPB) sollten Bauherren abwägen, ob sich die Beantragung von KfW-Mitteln vor dem Hintergrund der dadurch meist höheren Baukosten tatsächlich rechne. In der Regel sei es notwendig, die geltende Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich zu unterbieten (Stichwort: KfW-Effizienzhaus).

Häuslebauer aufgepasst: Für KfW- und BAFA-Förderungen gelten einige Neuerungen.

Was für Darlehensnehmer unverändert bleibt.

Da Kreditnehmer, so die KfW, “in erster Linie“ an Zinsverbilligungen und Zuschüssen interessiert seien und weniger an anderen Fördermerkmalen, lauten die guten Nachrichten: Der Förderhöchstbetrag von 100.000 Euro pro Wohneinheit bleibt unverändert. Und auch beim Tilgungszuschuss ändert sich nichts.

Wer ein KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus (inklusive Passivhaus) baut beziehungsweise kauft, erhält einen Nachlass von 5, 10 oder 15 Prozent des Kreditbetrages, also maximal 5.000, 10.000 oder 15.000 Euro.

 

 

Mit 50plus ins eigene Zuhause, auch unter dem Aspekt der Wohnimmobilien-kreditrichtlinie!

Mit 50plus ins eigene Zuhause: Wie das geht und was zu beachten ist

Seit die Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Deutschland in Kraft getreten ist, sehen einige Marktteilnehmer aufgrund veränderter Bonitätsanforderungen ältere Darlehensnehmer mit Finanzierungswunsch generell im Nachteil. Doch worauf wird bei der Kreditwürdigkeitsprüfung genau geguckt? Und macht diese es für die Generation 50 plus wirklich schwierig? Ist es unmöglich, ein Haus zu bauen oder zu sanieren?

Einige Tipps für und einige Beispiele aus der Praxis.

Die Kapitaldienstfähigkeit im Fokus

Prinzipiell soll die Kreditwürdigkeitsprüfung zeigen, ob es wahrscheinlich ist, dass der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen nachkommen kann. In dem Zuge steht vor allem die sogenannte Kapitaldienstfähigkeit im Fokus! Damit aber auch die Frage, ob der Kreditnehmer das Darlehen in jeder Lebenslage bedienen kann.
Reicht das Darlehen bis in die Rente? Ist geprüft, ob das Einkommen hoch genug ist? Ein weiterer Aspekt ist, ob der Kredit innerhalb der statistischen Lebenserwartung zurückgezahlt werden kann! Nur dann kann der Kreditnehmer naturgemäß seinen vertraglichen Pflichten nachkommen.

Das bedeutet trotzdem nicht, dass Menschen, die erst spät einen Kredit aufnehmen, seit Inkrafttreten der Wohnimmobilienkreditrichtlinie im März 2016 keine Möglichkeit mehr haben, ein Darlehen zu erhalten.

So ist zwar die Frage, ob der Darlehensnehmer den Kredit dauerhaft stemmen kann, vorrangig. Trotzdem darf durchaus der Wert der Immobilie als Gewähr für die Deckung bestehender Verbindlichkeiten hinzugezogen werden. Die Beurteilung der Bonität darf sich nur nicht vorrangig darauf stützen. Davon abgesehen gibt es weitere Möglichkeiten: So kann unter Umständen ein weiterer Darlehensnehmer in den Vertrag aufgenommen werden. Übersteigt das gewünschte Darlehen einen gewissen Betrag nicht, ist zudem zu überlegen, ob nicht ein Ratenkredit, für den andere Bonitätsanforderungen gelten, eine geeignetere Lösung ist.

Welche Lösungen sind möglich? Lesen Sie im Folgenden von drei Beispielen aus der Praxis.

Was im Alter geht: Drei Ansätze

1. Ein älteres Ehepaar möchte umbauen und sanieren, hat eine abbezahlte Immobilie, möchte diese aber nochmal mit 30.000 Euro beleihen.

Eine Finanzierung über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (allgemein Programm 151 oder Einzelmaßnahmen Programm 152) ist zu den üblichen KfW-Konditionen über einige unserer Bankpartner problemlos möglich. Wenn es sich um eine kosmetische Modernisierung handelt, ist ein normales Baudarlehen möglich. Ob das bei 30.000 Euro im Einzelfall unter anderem wegen der Nebenkosten und des Notar-Aufwands sinnvoll ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Aus Gründen der Rückzahlungsflexibilität und der einfacheren Beantragung ist ein Ratenkredit eventuell die bessere Option (dieser ist für wohnwirtschaftliche Verwendung nicht viel teurer).

2. Ein Ehepaar (beide 55) möchte eine Eigentumswohnung kaufen, hat 40 Prozent Eigenkapital und noch kein Eigentum.

Auch hier bieten sich zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten. Die Finanzierung muss auch vor Renteneintritt nicht zwingend zurückgezahlt sein. Wichtig für die Banken ist,
dass der Kunde mit dem voraussichtlichen Renteneinkommen die Finanzierung bis zum Ende der Laufzeit zurückzahlen kann. Teilweise gibt es Höchstaltersgrenzen, bis zu denen der Kredit zurückgezahlt werden muss. Diese Grenzen spielen für unser Musterehepaar aber keine größere Rolle. Teilweise wird von Banken gefordert, dass das Darlehen des Kunden zum Beispiel bis zum 75. Lebensjahr nur noch 60 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie betragen darf – das ist bei
unseren Kunden von vornherein gegeben.

3. Ein Ehepaar (67 und 65) hat 80.000 Eigenkapital und möchte eine Wohnung für die Tochter kaufen.

Hier gilt das Gleiche wie bei Ehepaar zwei. Im Rahmen der Beratung wird die Tilgung für die Finanzierung je nach Kaufpreis der Immobilie so gewählt, dass eine Rückzahlung der Finanzierung idealerweise in den nächsten 15 bis 20 Jahren erfolgen kann. Dies ist aber ohnehin ein wichtiger Bestandteil des Beratungsgesprächs, der auch bei jüngeren Kunden von Bedeutung ist. Beim Kauf einer sehr teuren Wohnung in München oder Frankfurt kann die Tochter unter Umständen in die Finanzierung einbezogen werden und damit eine niedrigere Rate vereinbart werden, da die Finanzierung dann auch länger laufen kann (die Erbensituation ist in diesem Fall klar).

Dennoch ist jeder Einzelfall, u.a. auch im Rahmen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie individuell zu prüfen und sollte nicht ohne betriebswirtschaftliche Begleitung durchgeführt werden!

Wir verwenden Cookies auf unserer Website, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots. Lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen