THOMAS TESKE
  DIE PRIVATE FINANZPLANUNG FÜR SIE UND IHN

Modernisierungskredite auch für Eigentümer einer Immobilie ab ´60-Plus´ 

Es gibt bei der Vergabe von Immobilienkrediten theoretisch kein Höchstalter. 

Die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die 2016 eingeführt wurde, besagt jedoch, dass Banken darauf achten sollten, dass Kreditnehmer ihre Schulden zu Lebzeiten begleichen können. Deshalb beziehen Banken bei der Prüfung des Kreditantrags nicht nur die aktuelle Einkommens- und Vermögenssituation mit ein, sondern auch, wie die Einnahmen voraussichtlich in Zukunft ausfallen werden. Inzwischen wurde das Gesetz zwar etwas nachgebessert, so wird auch der Wert der Immobilie bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit stärker berücksichtigt. Dennoch ist die Richtlinie für Menschen im oder auch kurz vor dem Rentenalter eher nachteilig.

Bei den Zinsen spielt das Alter keine Rolle

 

Positiv wirkt sich hingegen vor allem die Bonität aus. Sind Einkommen und Eigenkapital hoch genug, hat auch die Generation 65 plus gute Chancen, einen Kredit zu bekommen. Grundsätzlich gelte: Das Alter spielt beim Zinsangebot keine Rolle – bei denselben Rahmenbedingungen zahlen ältere Darlehensnehmer denselben Zins wie jüngere. Je höher Bonität und Eigenkapital sind, desto besser sind auch die Konditionen. Und gerade die Altersgruppe 60 plus hat in der Regel schon mehr Ersparnisse gesammelt und ein höheres Gehalt als Berufsanfänger.
Allerdings.....; nicht jede Bank biete Senioren noch einen Kredit an. Die Geldinstitute legen die Wohnimmobilienkreditrichtlinie unterschiedlich stark aus.  Bei einem umfassenden Vergleich diverser Angebote werden sich immer noch Banken finden lassen, für die allein die Bonität eine Rolle spielt, nicht das Alter.

 

Anstehender Renteneintritt hat Auswirkungen

 

Eine Bank teilte auf Anfrage mit: „Eine generelle Altersgrenze für die Vergabe von Immobiliendarlehen besteht bei der Deutschen Bank nicht.“ „Jeder Kreditvergabe geht eine sorgfältige Kreditwürdigkeitsprüfung voraus, wobei unterschiedlichste Kriterien herangezogen werden.“ Hierzu gehörten neben der aktuellen Vermögens-, Berufs-, Einkommens- und Lebenssituation des Antragstellers sowie der Höhe seiner Gesamtverbindlichkeiten auch die Berücksichtigung absehbarer Veränderungen wie zum Beispiel der Renteneintritt.
Die Finanzierung müsse jedoch bezogen auf die Einkommens- und Vermögenssituation und auch unter Berücksichtigung der weiteren Lebensplanung sinnvoll und darstellbar sein. Einen altersgerechten Umbau einer lastenfreien Bestandsimmobilie wird teilweise eher finanziert als den Ersterwerb einer Immobilie mit einer Darlehenslaufzeit von 35 Jahren!

 

Höhere Tilgungssätze für ältere Kreditnehmer

 

Womit ältere Kreditnehmer außerdem immer rechnen müssten, sind höhere Tilgungssätze. Idealerweise handelt es sich um ein Volltilgerdarlehen, das heißt bei Vertragsende bleibt keine Restschuld übrig. Mindestens aber verlangen Banken von älteren Kreditnehmern in der Regel Tilgungssätze von zwei bis drei Prozent.
Zudem fordern Banken bei älteren Kunden häufig zusätzliche Sicherheiten. Das ist zum einen immer die Immobilie selbst, aber das Institut kann zur Absicherung auch die Renteninformation sehen wollen oder verlangen, dass die Risiko- oder Kapitallebensversicherung, wenn sie fällig wird, an die Bank abgetreten wird, erklärt Stecher. Andere Banken wollen wissen, wie ältere Kreditnehmer die Erbfolge regeln, oder vergeben einen Kredit nur, wenn eine jüngere Person an zweiter Stelle den Vertrag unterschreibt.

 

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